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Mein Senf zur Generation Y

Buckmanns_Senf-06«Seinen Senf dazugeben». Diese Redewendung passt wortwörtlich gar nicht so zu mir. Ich mag nämlich Senf nicht. Aber wenn man die Gelegenheit hat, als Gastblogger ungeschminkt seinen Senf zu Themen, die gerade mehr oder weniger heiss diskutiert werden, dazuzugeben, ja dann ist das eine Gelegenheit, die man ganz einfach bei der Bratwurst packen muss.

In diesem Jahr gebe ich also auf dem Blog meiner Blogger Friendly Company STAFF FINDER meinen Senf dazugebe – beginnend mit dem gefühlten 498’923 Artikel über die Generation Hans wie Heiri, auch bekannt als Generation Y.

Buckmanns_Senf-06

Im Moment sind ja Listen in. Alles mögliche und vor allem unmögliche wird da aufgelistet.  Da will ich nicht zurückstehen. Also, hier sind die völlig zufälligen Top 10 (plus Bonustrack) in Sachen Artikel über die Generation Y:

  1. Die sind auch mal weg
  2. Warum die Generation Y schneller den Job wechselt
  3. Generation Y: risikofrei, Spass dabei?
  4. Fragen an eine Vertreterin der Generation Y
  5. Generation Y: Was Young Professionals wollen
  6. Die Generation Y? Gibt’s gar nicht!
  7. Generation Y: Works smart, not hard
  8. Eine Generation im Zaudermodus
  9. Wollen die auch arbeiten?
  10. Jung, gebildet, arbeitsscheu? Die Generation Y erobert die Arbeitswelt.
  11. Die Generation Y will alles sofort

Schaut oder liest man nur etwas genauer hin, entdeckt man, dass der Generation der 20 bis 35-jährigen in etwa folgende fünf Punkte bei der Arbeit wichtig sind (Achtung, schon wieder eine Liste):

  • Ein sicherer Arbeitsplatz mit
  • lässigen Arbeitskollegen und nach Möglichkeit einer ebensolchen Chefin, dann wäre
  • ein gutes Image der Firma mit Produkten, für die man gerne einsteht, nicht schlecht,
  • gefördert sollte man werden und Ausbildungen möglich sein, und
  • wenn dann auch noch die Arbeitszeiten möglichst flexibel sind, ja dann passt es.

Aber hallo?! Wie so was von gewöhnlich ist das denn? Passt auch auf die Generationen, die vor 20 Jahren 20 bis 35 waren, also auf mich zum Beispiel. Ich könnte die Liste abhaken, eins zu eins. Sicherheitscheck bei meiner Tochter Nina – dito. Ach so, der Lohn ist auch noch wichtig, meint sie. Stimmt ja, sagt übrigens der Rest der Generation Y auch. Entscheidend ist die Lohntüte, steht da sogar in einer Studie. Also, was soll das Gedöns um diese ach so andere Generation? Manchmal ist es gar nicht so kompliziert, wie man meint, und die Definition guter Arbeit ist recht einfach und bodenständig. So wie eine St. Galler Bratwurst mit Bürli und Senf von der Zürcher Institution schlechthin, dem Sternengrill.

Tja, ist mal wieder dem Buckmann seine (komische) Meinung, denken Sie vielleicht. Stimmt, und die ist nun mal subjektiv. Aber ich kann auch ein bisschen mit Zahlen. Auf dem Blog von Staff Finder beweise ich Ihnen, warum die angebliche Wechselhäufigkeit der Jungen ein Mythos ist.

Na dann – en Guete!

Kommentare ( 2 )

  • Thomas Eggert sagt:

    Hallo Jörg Buckmann,

    so komisch ist die Meinung gar nicht – ich hatte das Thema auch schon auf meinem Blog unter dem Titel „Babyboomer schuften – Generation Y killt (http://noch-ein-hr-blog.de/?p=545) und durfte das Thema vor kurzem in der Talkshow Fakt ist…! vom MDR diskutieren (http://youtu.be/hbWW-Ur0ZSQ).

    Das Ganze ist doch eher ein Lebensphasenthema als ein Generationenthema …

    • Jörg K. Unkrig sagt:

      Thema und Diskussion dazu zieht sich über die Jahrhunderte und ist damit uralt und gleichzeitig immer wieder aktuell. Meine Oma sagte schon: „Die Jugend von heute…hat schon meine Großmutter gesagt.“
      Ich sage das und meine Kinder (19 und 22) in anderen Worten auch. Sokrates sagte das schon ca. 350 v. Chr..

      Wir sollten eher hinkommen, nachfolgende Generationen zu verstehen (das jedenfalls zu wollen) und auch vorangegangene. Und bitte ernstnehmen!
      Paul Bühre (15) schreibt in seinem Buch „Teenie Leaks – was wir wirklich denken!“ einige Dinge, über die man mal nachdenken sollte.

      Ich meine, wer die Vergangenheit nicht kennt, wird die Zukunft nie begreifen.

      Also packen’s wir an… (kennt den Spruch heute eigentlich noch jemand?)

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