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Studie beweist: HR-Bloggen führt zu Wachstumsstörungen und Sprachproblemen

Foto-21Mit einer empirischen, international angelegten Studie wollte ich herausfinden, welche Folgen regelmässiges Bloggen über HR-Themen haben kann. Das schockierende Ergebnis: Bloggen führt nachweislich zu Wachstumsstörungen und – ganz schrecklich für Menschen mit dieser Leidenschaft – zu Sprachproblemen. Das sind leider keine Thesen, sondern die Fakten. Wenn Sie nicht Bloggerin oder Blogger sind – lesen Sie ungeniert weiter. Wenn Sie selber bloggen, lesen Sie ab hier auf eigene Gefahr weiter.

Ich habe aus viertausendachthundert Bloggerinnen und Bloggern vier idealtypische Exemplare ausgewählt und stellvertretend für die gesamte Gilde analysiert. Dieses qualitativ zugegebenermassen zweifelhafte Beweisfoto dient als Grundlage für meine Studie:

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Auf dem Foto erkennen Sie ganz links meine Wenigkeit aka buckmanngewinnt (übrigens, auf dem Foto sehen Sie keinen Bierbauchansatz, eher eine unglückliche Wellung des Shirts), Saatkorn-Blogger Gero Hesse (Blogger des Jahres 2012), Henner Knabenreich, Blogger des Jahres 2013 und rühriger Ausrichter der Goldenen Runkelrübe und Jürgen Sorg, Chefblogger der Techniker Krankenkasse. Ganz rechts, und definitiv das optische Highlight, Franziska Knabenreich, auch sie Bloggerin, aber zum eher zweifelhaften Thema „Hunde“, was sie thematisch für die Studie disqualifiziert. Diese vier HR-Blogger belegen:

1. HR-Blogger neigen tendenziell zu Wachstumsstörungen

Schauen Sie selber, ich bin ganze 1.67 gross (von der Schweizer Armee – Aushebungsoffizier Hasenfratz – amtlich bestätigt). Schauen Sie Gero Hesse (okay, leicht gebückt, ist aber ein vernachlässigbares Detail) – zumindest auf dem Beweisfoto (Stichprobe) unwesentlich grösser, ich schätze 1.73. Und Jürgen Sorg dürfte auch in diesem Range liegen, ich schätze mal um 1.70. Bitte rechnen (addieren, dann geteilt durch drei)… und schon liegt die Erkenntnis geradezu auf der Hand: HR-Blogger sind im Schnitt 1.70 Meter gross und somit satte zehn Zentimeter kleiner als durchschnittlich grosse Männer! Ach so, Sie fragen sich, was mit Henner Knabenreich ist, der tatsächlich aus meiner Perspektive gefühlte 3 Meter gross ist? Ihn konnten wir nicht in diese spezielle Fragestellung der Statistik einbeziehen, er ist die Ausnahme, der die Regel bestätigt.

2. HR-Blogger leiden statistisch gesehen überdurchschnittlich oft zu Problemen mit dem Haarwuchs

Auch hier müssen wir Personalmarketing2Null Blogger Knabenreich aus Gründen, die Sie nichts angehen, von der Bewertung ausschliessen. Bleiben Hesse, Sorg und Buckmann. Okay, der smarte Gero Hesse hat noch eine dichte und stets galant geföhnte Matte. Aber Jürgen Sorg und ich? Kritisch. Also: Von drei Bloggern haben zwei eine etwas komische „Frisur“, wenn man das so sagen kann, also nicht weniger als 66 Prozent! Ein eindeutiges und klar messbares starkes Indiz dafür, dass Bloggen der Frisur schadet.

3. HR-Blogger zeigen deutliche Anzeigen teilweise starker Sprachprobleme

Auch diese Erkenntnis ist dramatisch: Das Beweisfoto entstand am Freitag, 21. März 2014 in Zürich. Zuvor konnte ich die sprachliche Ausdrucksfähigkeit der Grössen aus Deutschlands HR-Bloggerszene auf den Prüfstand stellen. Das Ergebnis ist ernüchternd. Weder Hesse, noch Sorg noch Knabenreich waren auch nur annähernd in der Lage, Chuchichäschtli, Albisgüetli oder den Zürcher Hausberg Üetliberg korrekt auszusprechen. In dieser Disziplin erreichte nur ich selber gute Resultate – darf man ja auch mal sagen. Macht summa summarum eine Quote von 75%, welche nachweislich Probleme mit der Ausdrucksfähigkeit hatten.

Ich fasse zusammen: HR-Blogger sind nachweislich sprachlich eingeschränkt und laufen Gefahr, früher oder später sowohl auf dem Kopf als auch in der Gesamtstatur mit Wachstumsproblemen konfrontiert zu werden. Schrecklich.

Von Studien, Rankings und anderen bisweilen schrägen Erkenntnissen

Die Geschichte meiner fantastischen Studie zeigt: Unter dem Label „Studie“ lässt sich fast alles kommunikativ verbreiten. Oft braucht man nur ganz wenig unter den schönen Oberflächen zu kratzen, um zu merken, wie wenig Substanz hinter solchen Umfragen oder eben Studien steckt. Erst kürzlich habe ich hier darüber gebloggt, wie ADP Deutschland aus einer Studie viele tolle Tipps herauskristallisiert – und selber praktisch keinen davon selber beherzigt. Jetzt hat eine andere Studie, endlich mal etwas aus der Schweiz, meine Aufmerksamkeit erregt. Die Unternehmensberatung CyTRAP Labs publizierte ihr Ranking der besten Schweizer HR-Blogs.

Die besten Schweizer HR-Blogs: And the winner is …

Die Schweizer Hitliste der angeblich besten HR-Blogs wartet – nett ausgedrückt – mit ein paar faustdicken Überraschungen auf. So sind viele der besten Schweizer HR-Blogs nicht unter den zehn Besten zu finden. Die Baloise, für mich der beste Schweizer HR-Blog: Unter ferner liefen. Prospective? Irgendwo, aber nicht unter den Besten. Swisscom? Der Newcomer Recruma? Forget it. Und jobs.ch? Sie ahnen es – Fehlanzeige in den top ten. Stolzer Sieger: Der Blog von Recomy. In der deutschen Version mit sensationellen sieben Beiträgen (ja, richtig gelesen: 7). Sechs davon sind reine Werbebeiträge, der einzige Beitrag ohne direkten Produktbezug wurde heute online gestellt. Ein Witz denken Sie? Ein Fehler? Eine Verwechslung? Mitnichten. Es ist tatsächlich ernst gemeint. Ich habe beim Herausgeber, Prof. Dr. Urs E. Gattiker, nachgefragt.

Herr Gattiker, Ihr Ranking zu den besten HR-Blogs überrascht mich sehr. Viele der aus meiner Sicht besten Blogs, zumal solche mit grosser Reichweite, fehlen in Ihren Top ten. Dazu zähle ich Top-Blogs wie jene der Baloise, von der NZZ/ZGP, von jobs.ch, Recruma oder auch von Prospective. Aus meiner Sicht ist es vor diesem Hintergrund eine Mogelpackung, ein Hitliste der besten Blogs zu veröffentlichen.

Urs E. Gattiker: „Uns scheint es wichtig klarzustellen, dass wir nicht die (zum Teil subjektiv wahrgenommene) Bekanntheit, Beliebtheit oder Reichweite eines Blogs messen. Basierend auf Kriterien aus der wissenschaftlichen Literatur sind unsere Kriterien objektiv. Das heisst, sie müssen objektiv messbar sein, um Vergleiche zu ermöglichen. Alle diese Kriterien basieren auf Forschungsresultaten. Hier gibt es mehrere Studien, z.B. von Jakob Nielsen. Er und andere haben anhand von weit mehr als 400’000 Besuchern auf 20 grossen Webseiten festgestellt, dass Besucher sich innerhalb von knapp vier Sekunden entscheiden, ob sie weiterlesen wollen oder eine andere Seite besuchen. E-Bay hat ähnliche Daten publiziert. Details inklusive Links zu diesen Studien gibt es hier: Methodologie – Kriterien und Statistik.“

Ihr Gewinnerblog, Herr Gattiker, ist jener von Recomy. Ein Blog, der es auf ganze sieben Einträge geschafft hat –  jener, dass das Produtkt bald online gehen wird, mit eingerechnet… Grossartig, ein echter Mehrwert. Für viele „richtige“ Blogger ist das schlicht ein Affront. Was bitteschön zeichnet den nach Ihrer Auffassung besten Blog der Schweiz denn nun aus? Wovon können wir anderen Blogger lernen?“

Urs E. Gattiker: „Da haben Sie einen sehr heiklen Punkt angesprochen. Was ist Mehrwert? Aber so wie ich Ihre Frage verstehe, geht es wahrscheinlich nicht in erster Linie darum, ob die Kollegen von Recomy auf ihrem Blog Mehrwert bieten. Wohl eher, ob ein Blog mit nur sieben Artikeln besser sein kann, als bekanntere Blogs, die schon viel mehr veröffentlicht haben. Unsere Methode basiert ja auf wissenschaftlichen Kriterien, die messbar sein müssen und nicht auf Bekanntheit oder Beliebtheit. Deshalb kann es vorkommen, dass weniger bekannte oder neue Blogs in unserer Rangliste höher erscheinen als „richtige“ Blogs. Ich konnte keine Literatur oder wissenschaftliche Arbeit finden, die sachlich, fachlich korrekt und ohne Emotionen definiert, was ein „richtiger“ Blogger ist. Was der Recomy Blog (englische Version) gemäss unseren Kriterien besonders gut macht, sind der erste Eindruck und der Schreibstil / die Lesbarkeit. Der erste Eindruck ist bei einem Blog oder einer Webseite sehr wichtig, da wie oben erwähnt, die ersten vier Sekunden darüber entscheiden, ob ein Beitrag überhaupt gelesen wird. Bei Schreibstil schauen wir auf kürzere Abschnitte, nicht zu lange Wörter und Untertitel im Text. Dies ist besser an das Leseverhalten online angepasst und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass der Artikel ganz gelesen wird. (…)“

Ehrlich gesagt, ich habe nicht wirklich verstanden, was denn nun den Recomy-Blog wirklich auszeichnet. Darum dann meine erneute Nachfrage bzw. Feedback:

Herr Gattiker, für mich ist noch immer vieles nebulös und in keiner Art und Weise auch nur ansatzweise nachvollziehbar, wie eine reine Werbeseite (der Recomy-Blog ist ja wohl kaum als Blog zu bezeichnen) als bester HR-Blog der Schweiz gefeiert werden kann. Sie betonen immer wieder, Ihre Kriterien seien wissenschaftlich und objektiv messbar. Ich habe aber bis jetzt nicht verstanden, welche Kriterien Sie verwenden – ausser jenem, des Schreibstils (objektiv?), einer guten Gliederung (objektiv?), einem guten ersten Eindruck (objektiv?) von Kommentaren (fehlen beim Sieger“blog“). Und, lieber Herr Gattiker, mit Verlaub: wie kann man beim „besten Blog der Schweiz“ ganz einfach die Inhalte bei der Beurteilung weglassen? Worum geht es dann sonst bei einem Blog? Ich finde Ihre Erhebung nach wie vor schwach – und so etwas dann noch unter dem Titel „die besten HR Blogs der Schweiz“ zu verkaufen, nach wie vor ein Affront.

Urs E. Gattiker: „Danke für die nochmaligen Hinweise was sie stört am DrKPI-Ranking. Sie erwähnen, dass der Recomy Blog eine reine Werbeseite ist und deshalb nicht in die Liste gehört. Für uns ist die Hauptfrage hier, ob es wirklich einen Unterschied macht ob es Werbung für den „Personal-Brand“ oder der Firmenmarke ist. Beides ist Werbung. Fast alle Blogs können einer dieser beiden Kategorien zugeordnet werden (ich erkläre dies genau hier FAQ – Punkt 8 – Bsp. der Blog von Matt Cutts, Google). Sie beanstanden auch, dass unser Ranking vielleicht nicht objektiv sein könnte. Da muss ich schon widersprechen. Objektivität haben wir damit erreicht, indem die Antworten bzw. Messwerte unabhängig vom Interviewer bzw. Prüfer sind. Die Messergebnisse sind bei einem erneuten Versuch bzw. einer erneuten Befragung unter den gleichen Umständen stabil. Ob ich dabei einen Blog subjektiv gesehen gut oder schlecht finde spielt keine Rolle. Egal wer die Messung durchführt, sachlich erhält er oder sie die gleichen Ergebnisse wie wir. Sie finden ebenfalls, dass man die Beurteilung der Bloginhalte (sprich deren Qualität) beim DrKPI-Ranking nicht weglassen darf. Da stimme ich mit ihnen voll und ganz überein. Aber wir messen die Qualität der Inhalte. Das DrKPI-Ranking basiert auf quantitativer Bibliometrie welche für Blogs Parameter oder Indikatoren nutzt, die nichts anderes als objektiv messbare Elemente der geschriebenen Inhalte sind (siehe auch  Methodik – Statistiken zur Standardisierung). Aus diesem Grunde nutzen wir auch die methodischen Ansätze aus der Bibliometrie (z.B. Zitieranalyse) sowie Social Sharing um die Qualität der Blogeinträge zu messen. Das sie unser Ranking von HR-Blogs als Affront empfinden ist ihr gutes Recht. Was damit aber nicht heisst, dass unser Ranking nicht nach sauberen bibliometrischen Ansätzen durchgeführt wurde.“

(Der Schriftwechsel ist gekürzt. Mehr Informationen über den Austausch finden Sie auf dem Blog von DrKPI).

Ich verstehe es immer noch nicht, aber das liegt bestimmt an mir und meiner tendenziell nassen Zünschnur. Ihnen ist jetzt sicher ein Lichtlein aufgegangen. Und wenn nicht – ja dann sind wir immerhin schon zu Zweit. Ach so, übrigens: So fühlt sich ein richtig guter Blog made in Switzerland an.

Auf Wiederlesen.

 

Kommentare ( 21 )

  • Urs E. Gattiker - DrKPI sagt:

    Lieber Herr Buckmann

    Danke für diesen interessanten Beitrag. Vielleicht noch 3-Punkte zu Ihren Ausführungen:

    1 – wenn man eine Dokumentation von a-z liest versteht man fast alle Methodiken und kann genau erklären warum einem diese nicht gefällt (d.h. nicht nur subjektiv… aus dem Bauch heraus).

    2 – Das Bauchgefühl hilft uns oft falsche Entscheidungen zu treffen die sich im Nachhinein als falsch erweisen könnten.
    Aber beim wissenschaftlichen Arbeiten kann Bauchgefühl nicht ein entscheidendes Kriterium sein.

    Ja, am Anfang spiel das Bauchgefühl vielleicht eine Rolle. Auch wenn wir Daten testen wollen oder überprüfen möchten, dass da etwas nicht stimmen kann (z.B. stimmt der Algorithm? Besser machen wir eine Nachkontrolle).

    Doch am Ende zählen die Fakten, Tests, Ergebnisse und das Bauchgefühl lassen wir dann lieber weg.

    3 – Schade das Sie meine Antworten auf Ihre Fragen aus dem Kontext und nur zu ca 50 Prozent (mein Bauchgefühl, rein subjektiv) abgedruckt haben.

    Ich habe mir aber erlaubt ihre Fragen und meine Antworten mit ihrer freundlichen Erlaubnis zu 100% auf unserem Blog zu publizieren.

    =====> http://blog.drkpi.de/rangliste-karriere-planung-und-rekrutierung-2/

    Nochmals vielen Dank für das „Gespräch“
    Freundlichst
    Urs E. Gattiker

    • Jörg Buckmann sagt:

      Guten Tag Herr Gattiker

      Danke für das Feedback. Es ist richtig, ich habe nicht alle Ihre Antworten publiziert, weil sie ganz einfach den Rahmen meines Blogs gesprengt hätten. Darum verweise ich auf Ihren Blog, dort gibt es dann auch noch die zusätzlichen Informationen.

      Lassen wir nun doch ganz einfach unsere Leserinnen und Leser eine Meinung bilden.

      Freundliche Grüsse

      Jörg Buckmann

  • Fachkräftemangel,Personalmarketing,Recruiting,Employer Branding,ROI sagt:

    […] schickte er mir ein paar Fragen via eMail zum beantworten. Dies habe ich getan und er hat diese (leider nur teilweise) in seinem Blog publiziert, was ich hier ebenfalls tue. Ebenfalls von Interesse in diesem Zusammenhang […]

  • Susanne Ambros sagt:

    bleibt die Frage, ob es in der Schweiz auch die Tradition des „April-Scherzes“ gibt!?

  • Michel Ganouchi sagt:

    Lieber Jörg, lieber Urs

    Ein spannendes, nein eher ein kontroverses Thema. Wären die Resultate heute am 1. April publiziert worden, hätte ich sie für einen schlechten Scherz gehalten.

    Lasst mich folgendes dazu sagen:

    1. Danke Jörg, dass du meinen Blog erwähnst. Als Newbie, der noch viel lernen kann und muss, ehrt mich das. Und treibt mich weiter an.

    2. Ich weiss nicht, ob es mein leicht gekränktes Ego ist, das mich dazu treibt, mich zu äussern. Gut möglich. Schiesslich gebe ich mir Mühe, Lesenswertes zu schreiben. Und berücksichtige dabei öfters mal mir bekannte Grundregeln des Bloggings wie auch des SEO (ja – ich weiss z.Bsp. was keyword-density usw. ist). Im internationalen HR-Ranking von DrKPI belege ich mit dem recruma-Blog Platz 221 (Gratulation an recomy zu Platz 5 und Buddybroker zu Platz 8. Jörg, deiner ist auf Platz 80). Leser meines Blogs sollen selber urteilen, ob hier Bauch oder Wissenschaft zu priorisieren sind.

    3. Der HR-Blog des Jahres 2013 (DACH) von Henner Knabenreich belegt in diesem Ranking Platz 265ff. Vermutlich sind seine Beiträge zu lang 😉

    4. Objektiv vs. subjektiv, Bauch vs. Wissenschaft. Wenn eine wissenschaftliche Messmethode derart erklärungsbedürftig ist, dass ich mittendrin nicht weiterlesen mag, erfüllt sie ihren Zweck nicht und wird nie nachvollziehbar sein.

    5. These: wenn wir 100 Leute – ausgewählt nach repräsentativem Quota-Verfahren – die 100 relevantesten Blogs testlesen und beurteilen liessen. Wetten, das Ranking würde ziemlich auf den Kopf gestellt? Was wiederum die Aussagekraft der wissenschaftlichen Messmethode in Frage stellen würde.

    Schade an einer solchen Auswertung ist, dass damit Schlagzeilen generiert werden können, die kommentarlos transportiert und geteilt werden. Aber was soll’s. Am Schluss möchte ich Leser informieren/aufklären/bewegen/zum Schmunzeln bringen und nicht wissenschaftliche Rankings gewinnen. Viel lieber stehe ich etwas höher in der Lesergunst.

    Viele Grüsse
    Michel

    • Jörg Buckmann sagt:

      Lieber Michel

      Dem ist nichts hinzuzufügen – ausser natürlich, dass das Ranking wenigstens insofern „verhebt“, als dass wir Beide, lieber Michel, VOR Henner Knabenreich liegen. Wo kämen wir denn da hin, wenn sogar noch Deutsche vor uns platziert wären?!?! 😉

      Gruss Jörg

  • Christoph Athanas sagt:

    Hallo Jörg, es ist interessant so aus der Ferne diese Angelegenheit zu betrachten. Ich finde es ausgesprochen schön wie Du hier vorgegangen bist. Klar, nachvollziehbar und methodisch sauber. Fazit: HR-Blogger sind komische Wesen… ich darf das ja wohl sagen 😉
    Zu der sog. „Studie“ und der Argumentation des Erstellers kann ich nur sagen: Bauchgefühl kann man natürlich wissenschaftlich nicht gebrauchen, genauso wenig aber Algorithmen, die letztlich „Quark“ liefern. Schade, dass hier offenbar jede Einsicht fehlt…

    • Jörg Buckmann sagt:

      Lieber Christoph, vielen Dank für Dein Feedback – und das Kompliment. Ich habe schon an mir gezweifelt – wobei zugegebenermassen nur kurz… 🙂

      Herzlichen Gruss ins wunderschöne Berlin! Jörg

  • Matthias Mäder sagt:

    Da wir es auch nicht in den erlauchten Kreis des Rankings geschafft haben, kann ich wenigstens beim Buckmann Blogger Ranking mithalten… Bei der grösse bin ich die zweite Ausnahme der Regel, bei der Haarpracht mitten drin statt nur dabei und dank meinem Zürislang (übrigens Hopp ZSC!) verstärke ich den Trend zu den vielen HR Blogs aus der Schweiz die in keinem Ranking auftauchen… Hauptsache wir und unsere Leser haben Spass an unseren Blogs und da die KPI’s stimmen brauchen wir auch nicht gleich zum Arzt zu rennen… 😉

  • Alex sagt:

    Man könnte es ja fast glauben, aber auch nur fast, schließlich ist heute der 1. April 😉

  • Etienne Besson sagt:

    Ich habe mich in den letzten Tagen ein wenig mit der Dr. KPI Methode auseinandergesetzt. Es machte für mich keinen Sinn, weshalb mein 2 Monate alter Blog es in die top 10 schaffte. Deshalb habe ich Urs Gattiker viele Fragen und einiges gelesen.

    Ich bin noch nicht 100% überzeugt, finde aber die Ideen hinter dieser Methode hochinteressant. Das Problem ist, dass völlig andere Kriterien gelten als in den üblichen best of Listen, die sich oft nach der Beliebtheit oder Bekanntheit richten (falls die Kriterien überhaupt dargelegt werden). Aber solange sich die Listen genügend mit unseren eigenen Interessen und Vorlieben decken, dann nicken wir zustimmend und fühlen uns bestätigt.

    Das grosse Potential liegt aber darin, wenn mir das System Verbesserungspotential aufzeigen kann. Natürlich muss ich dafür zuerst messbare Erfolgskriterien definieren. Z.B. Erhöhung der Verweildauer oder mehr besuchte Seiten pro Besuch. Und dann spielt es keine Rolle, ob ich auf Platz 1 oder 4376 stehe. Denn dann habe ich ja objektiv messbar meine Ziele erreicht.

    Eigentlich schade, dass wir nie herausfinden werden, ob diese Methode nun funktioniert oder nicht. Aber schliesslich hat uns unser affrontiertes Bauchgefühl davon überzeugt, dass die Dr. KPI Methode völliger Blödsinn ist 😉

  • Jessica sagt:

    Jörg, deine Ausführungen beamen mich in mein Studium zurück: Statistik I und II, Prof. Braun, Institut für Soziologie der Uni München. Theoretisch kann man statistisch alles miteinander korrelieren. So werden wir feststellen, dass die Wahrscheinlichkeit, eine Glatze zu haben mit der Schuhgröße steigt. Und das auch noch hoch-signifikant! Gilt evtl. auch für deine Grundgesamtheit 😉

    Man muss seine Aussagen nur in ein wissenschaftliches Mäntelchen hüllen. Dann kann man alles behaupten. Und es wird gelesen, geliked, geteilt.

    Vielleicht kannst du Herrn Gattikers Indices anreichern? Lässt sich dein „Bauchgefühl“ in messbare Faktoren zerteilen?

    Das würde die Untersuchung anreichern (wie auch Etienne vorschlägt). Und wir kommen weg von einer Glaubensdiskussion.

    • Jörg Buckmann sagt:

      Liebe Jessica, vielen Dank für Deinen humorvollen Kommentar. Ich habe mich wunderbar amüsiert – vor allem der von der Glatze und der Schuhgrösse gefällt mir sehr (zum Glück habe ich bloss 41…). Inwiefern sich mein Bauchgefühl in messbare Faktoren einteilen lässt – ja… da muss ich wohl selber mal eine Studie machen… 🙂 Danke und Gruss nach Unterschleissheim. Jörg

  • Flurin Müller sagt:

    Amüsanter Beitrag mit einer unterhaltsamen Auseinandersetzung der Dr. KPI Methode – bis jetzt habe ich meinen HR-Blog-Feed anscheinend mit den «irrelevanten» Quellen gefüttert;)

    Wir fühlen uns mit unserer Top-10 Platzierung natürlich geschmeichelt – die Herleitung der Rangliste beruht aber wohl eher auf dem Zufallsprinzip… Indem Sinne wünsche ich ein froher weiter bloggen – ich bin gespannt auf die nächste «Auswertung» 🙂

  • Ralf Tometschek sagt:

    Lieber Jörg, ich sag einfach mal nur so: „Gut gebrüllt, Löwe!“ Und weiterhin gilt: Glaube keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast.

  • Employer Branding mit feelgood@work: Mit Benefits beim Bewerber punkten sagt:

    […] am 1. April alles einfallen ließen. Man kann sagen, den ein oder anderen animierte das Datum zu kreativen Höchstleistungen. Aber zurück zu kununu. Bzw. zurück zu einer möglichen Antwort. Oder sagen wir besser: Zu einer […]

  • Employer Branding von morgen – Suppen Report KW 9 – KW 17 sagt:

    […] zur Spezies der Selbstdarsteller zu zählen sind. D.h. kein Ranking wird alle zufrieden stellen. Jörg Buckmann hat in einem Beitrag vor mittlerweile fast 3 Wochen dieses Ranking aufgegriffen und – was mir persönlich stets […]

  • Die Zeit ist reif für... mehr Austausch unter Personalern! sagt:

    […] das begriffen und zeigen das nach außen. Ganz weit vorne Menschen wie “Mr. Frechmut” Jörg Buckmann oder aber Neue-Recruiting-Ideen-Probierer Robindro Ullah. Andere ziehen nach, so beispielsweise […]

  • Personalmarketing Wochenrückblick KW 13 sagt:

    […] Was macht eine gute Studie aus? Die Frage kam auf, als Blogger und HR-Experte Jörg Buckmann die Ergebnisse des von der Unternehmensberatung CyTRAP herausgebrachten Rankings der besten Schweizer HR Blogs entdeckte. Im Ranking wurde auf jegliche subjektive Bewertung verzichtet und stattdessen rein objektiv untersucht, welche Blogs besonders hochwertig sind. Eigentlich ja ein guter Ansatz. Komisch nur, dass namhafte Blogger der Branche auf der Liste ganz weit unten oder gar nicht auftauchen. Kommt es also beim Bloggen wirklich doch eher auf Subjektivität und Bauchgefühl an? Besonders aufschlussreiche sind in diesem Fall die Kommentare. Da ist die Frage, ob es sich um einen Aprilscherz handeln könnte, durchaus angebracht. Weiterlesen […]

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