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… und was machst Du? Whatchado, die Berufsberatung 2.0

Bildschirmfoto 2014-07-29 um 18.43.56In diesem Beitrag lernen Sie gleich drei Dinge auf einmal. Erstens: Wie Berufsberatung für Erwachsene Spass machen kann. Zweitens: Warum ein Start-up aus Österreich in der Schweiz kommt. Drittens: Warum ich fast wie Toni Polster geworden wäre. Sie merken es: Auf Sie wartet ein pädagogisch hochgradig wertvoller Artikel. 

… und was machst Du so? Das in etwa heisst frei aus dem amerikanischen Slang „Whatchado“. Nun, wer wie ich in den 80ern gross geworden ist und heute noch die Musik (und die Texte) von damals in den Ohren hat, kennt die Antwort. Ganz einfach, eigentlich. Ali Mahlodji, umtriebiger Co-Founder des Wiener Start-ups, kennt den eingängigen Song, der die Antwort auf den Claim zu seinem Unternehmen beinhaltet, wohl kaum. Er war bei der Veröffentlichung gerade einmal ein Jahr alt. Sie wissen, welchen Song ich meine, oder? Die Auflösung gibts als Belohnung, wenn Sie bis um Schluss durchhalten…

Jetzt aber ernsthaft.

Berufsinspirationen

Berufsinformation auch über das Web ist weiss Gott nichts Neues. Doch viele der Seiten fokussieren auf junge Menschen, auf Berufseinsteiger. Oder sie muten etwas bieder an. Oder beides. An junge Menschen auf der Suche nach dem richtigen Job richtet sich Whatchado auch – aber nicht nur. Das Unternehmen, das sich aufgemacht hat, das Wikipedia der Lebensläufe zu werden, macht vor allem auch ungewöhnliche Berufe transparent – und die bisweilen verschlungenen Karrierewege, die dahin geführt haben. Darum ist die Seite gerade auch für bereits Berufstätige interessant, die sich im Rahmen einer beruflichen Neuorientierung inspirieren lassen wollen. Darum ist das Spektrum an Menschen und ihren ganz unterschiedlichen Berufen enorm breit. Das Versprechen: Mit sieben Fragen zum Traumjob.

Mitgründer Ali Mahlodji treibt sein Projekt seit knapp drei Jahren mit Hochdruck voran. Schon immer wollte er eine eigene Firma haben, bei der die Leute weisse Turnschuhe tragen. Unermüdlich reist er von Veranstaltung zu Veranstaltung und preist seine Idee, dazwischen bearbeitet er Promis bis hin zum Österreichischen Bundespräsidenten, um sie zur Beantwortung der sieben Whatchado-Fragen vor die Kamera zu bringen. Mit Erfolg. Der gebürtige Iraner brennt noch immer wie am ersten Tag für sein „Baby“. Kein Wunder, steht er als Galionsfigur für die Frechmut-Essenz „Leidenschaft“ Pate.

„Hinzugehen und Sachen zu ändern, obwohl alle sagen, das geht nicht.“ Das ist Ali’s Sache, sein ganz persönliches Verständnis von Frechmut. Uns so ist aus einer bisserl verrückten Idee Whatchado geworden – und ein Unternehmen mit fast 40 Mitarbeitenden.

Warum ich fast wie der Polster Toni geworden wäre

Whatchado funktioniert denkbar einfach – am besten probiert man es einfach gleich selber aus. Ich habe es bereits getan. Das Beantworten der 14 Fragen im Menupunkt „Matching“ dauert gerade einmal drei Minuten und schon zeigt einem Whatchado Menschen auf, die ähnlich ticken wie ich.

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Mit einer Übereinstimmung von 89% wird mir Marian Hoffmann, Key Account Manager von Microsoft vorgestellt. Nicht ganz überraschend, ein „Bürogummi“ wie ich.

Kultig dann aber der Treffer mit einer Übereinstimmung von noch immer 84%. Toni Polster!

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Ja, der ehemalige Kultstürmer des 1. FC Köln tickt also auch fast so wie ich. Nachvollziehbar, schliesslich war ich mal fast so gut wie der Toni. Nur war meine Frisur schon immer viel besser als die Vokuhila vom Polster Toni.

Grüezi in der Schweiz, Whatchado!

In diesen Tagen startet nun also der Eroberungsfeldzug von Whatchado in die Schweiz. Mit dabei sind schon zwei Schweizer Ableger internationaler Grossfirmen – die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) werden ab September 2014 als erstes rein schweizerisches Unternehmen mit dabei sein. Vorerst werden 16 von insgesamt 50 verschiedenen Berufen des grössten Schweizer Nahverkehrsunternehmens vorgestellt. 16 spannende Menschen und ihre Werdegänge. Für Unternehmen, die wie die VBZ zu unrecht noch stark auf ein paar wenige Berufsbilder reduziert werden, ein interessanter Kanal, um die grosse Berufsvielfalt auf eine fast schon spielerische Weise aufzuzeigen.

Die 16 VBZ’ler fiebern dem Videodreh also noch entgegen. Einige verfilmte Gespräche anderer interessanter Menschen und ihrer Lebensläufe sind schon online – hier ein Auszug, ein erstes „Best of Whatchaswiss“:

Zum Anlass des Markteintritts habe ich die Gelegenheit genutzt, Ali Mahlodji über Whatchado und die Schweiz zu befragen – natürlich per Video:

So, viel Spass beim Austesten der beruflichen Alternativen und

Auf Wiederlesen

Ach ja, Sie haben ja noch etwas zu gut, die Auflösung des Musikrätsels vom Beginn. Also: Turaluraluralu, ich mach Bubu, was machst Du? Alles klar?!

P.S. Auch andere haben über Whatchado gebloggt – hier ein Auszug lesenswerter Beiträge mit vielen Zusatzinformationen:

Recrutainment (Jo Diercks)
Saatkorn (Gero Hesse)
Personalmarketing2Null (Henner Knabenreich)
Personalblogger (Robindro Ullah)

 

Kommentare ( 1 )

  • Alles nur geklaut? Der Whatchado-Klon. | buckmannbloggt. sagt:

    […] Whatchado ist gewissermaßen die Berufsberatung 2.0. Und everybodys Darling dazu. Zuerst in Österreich erfolgreich, dann in Deutschland erobern die sympathischen Wiener jetzt auch noch die Schweiz. Whatchado rockt. Ihre Idee überzeugt, die Umsetzung ebenso. Frisch, a bisserl frech und doch professionell. Berufswege auf eine zeitgemässe Art transparent zu machen, scheint den Zeitgeist zu treffen. Eine starke Idee. Neider oder Nachahmer sind da fast schon garantiert. Letzteres passiert Whatchado nun ausgerechnet im kleinsten der drei deutschsprachigen Märkte. In der Schweiz macht sich ein Anbieter daran, es mit Whatchado aufzunehmen. So haben sich die Wiener ihren Markteintritt in der Schweiz sicher nicht vorgestellt. […]

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